Federweißer – Ohne Eleganz?
Dieser `Wein´ wird meist als Unsaft abgetan. Weinliebhaber halten sich stets zurück ihn zu trinken oder? Woher kommt die Annahme, dieses Getränk sein ohne Eleganz und würde nicht als Wein gezählt werden können?
Nun ja, Federweißer ist noch kein durchgegorener Weißwein, seine Gärung hat gerade erst begonnen und schon wird er getrunken. Er stellt eine Zwischenstufe in der Weinverarbeitung dar. Federweißer wird zudem aus recht einfachen Trauben gewonnen: Ortega, Siegerrebe, Bacchus oder Müller. Doch genau wie es bei einem guten Weißwein ist, hängt hier das Produkt auch vom Winzer ab! So gibt es in der Regel auch gute Federweiße, die recht spritzig sind – wie prickelnde Traubenlimonade eben. Zu Beginn seines Abfüllens hat der Wein einen Alkoholgehalt von etwa 4%, der ständig steigt, da der Wein weiterhin gärt. Seinen Namen hat er von den Hefezellen, die als Schwebstoffe im Getränk sichtbar sind. Mit jeder Weinlese, wird frischer Federweißer angeboten, von Anfang September bis Ende Oktober.
Nur weil der Federweißer also noch kein Wein im Endstadium ist und eine trübe Farbe hat, heißt das doch noch lange nicht, ihm jeglichen Trinkgenuss abzusprechen! Gerade wenn es heiß ist und jemand nach etwas Spritzigem zu Mute ist, der sollte wirklich einmal Federweißen ausprobieren.
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